Diagnostik

Diagnostik

 

Moderne Technik im Dienste Ihrer Gesundheit

 

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eder Behandlung sollte eine ausführliche und ursachenbezogene Diagnostik vorausgehen. Sie ist Grundlage jedes individuellen Therapieplanes. Mit gezielten diagnostischen Maßnahmen lassen sich Erkrankungen an Zähnen und Zahnfleisch häufig auch so frühzeitig erkennen, dass sie schonend und mit geringem Aufwand behandelt werden können. Bevor größerer Schaden entsteht. Diagnostik verstehen wir vor diesem Hintergrund auch als Prävention, denn unser Ziel ist es, Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch ein Leben lang gesund zu erhalten und so nicht Krankheit zu therapieren, sondern Gesundheit zu fördern. Das betrifft die Gruppe unserer kleinsten Patienten ebenso wie die Erwachsenen – vom jungen über das mittlere bis hin ins höhere und hohe Lebensalter. Um unserem Anspruch gerecht zu werden, verfügen wir in unserer Praxis nicht nur im Bereich der Therapie, sondern auch im Bereich der Diagnostik über eine hochmoderne Ausstattung mit Geräten und Methoden, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen.

Digitale Röntgentechnik

digitale Röntgentechnik

Digitale Röntgentechnik

In vielen Bereichen der zahnmedizinischen Diagnostik kann auf die Aussagen, die ein Röntgenbild liefert, nicht verzichtet werden. So liefert ein Röntgenbild im Vorfeld vieler Behandlungen die Informationen, die notwendig sind, um die Behandlung sicher, so schonend wie möglich um mit optimalem Erfolg durchführen zu können. Wir arbeiten in unserer Praxis ausschließlich mit digitaler Röntgentechnik. Durch das computergesteuerte Röntgen lassen sich auch winzige Details abbilden, die auf herkömmlichen Röntgenaufnahmen nicht sicher zu erkennen sind. Durch den Bildumwandler ist es möglich, nahezu alle Winkel der Zähne und des Zahnfleisches zu untersuchen. Die digitalen Aufnahmen müssen nicht erst entwickelt werden, sondern sind auf dem Monitor sofort sichtbar und können hier beliebig vergrößert werden. So werden beispielsweise auch kleinste Entzündungen erkennbar, die später ggf. als „Bakteriennische“ fungieren. Auch die häufig sehr feinen und weit verzweigten Wurzelkanäle vor allem im Bereich der Backenzähne bleiben dem digitalen Röntgenbild nicht verborgen.

Die digitale Methode ist jedoch nicht nur präziser als die herkömmliche Technik, sondern auch sehr viel schonender, denn es entsteht erheblich weniger Strahlung. Einen Ausdruck des Bildes bzw. eine CD geben wir Ihnen gerne mit, damit Sie dies bei Bedarf anderen Ärzten vorlegen können. Das hat den Vorteil, dass unnützes Mehrfach-Röntgen, das leider vielfach immer noch sehr häufig vorkommt, vermieden wird. Und nicht zuletzt ist die digitale Technik auch umweltfreundlicher, denn im Vergleich zum analogen Verfahren fallen keine PVC-Folien und giftige Röntgenchemikalien an. 

Zahnfleisch-Screening

Zahnfleisch-Screening

Zahnfleisch-Screening

Entzündliche Erkrankungen des Zahnfleisches und des Zahnhalteapparates sind bei erwachsenen Patienten die Hauptursache für Zahnverlust. Durch die Parodontitis (im Volksmund auch als Parodontose bezeichnet) gehen weit mehr Zähne verloren als durch die gefürchtete Karies. Das muss jedoch nicht sein, denn mit modernen Diagnosemethoden und einer rechtzeitigen Therapie kann die Erkrankung schon im Frühstadium erkannt und erfolgreich behandelt werden. Mit dem sog. PSI (Parodontaler Screening Index) können zuverlässige Informationen darüber gewonnen werden, wie hoch das Risiko für eine Zahnfleischerkrankung ist und ob bzw. in welcher Ausprägung bereits eine Gingivitis oder Parodontitis vorliegt. Die Untersuchung wird mit einer speziellen Parodontalsonde durchgeführt, mit der sich einfach, schnell und schmerzfrei Blutungsneigung des Zahnfleisches und Tiefe der Zahnfleischtaschen messen lässt. Dazu wird die Sonde vorsichtig zwischen Zahn und Zahnfleisch eingeführt und das Zahnfleisch an bis zu sechs verschiedenen Stellen abgetastet. Für die Untersuchung wird das Gebiss in Sextanten aufgeteilt. Die Befunde werden für jeden Sextanten erhoben und das Ergebnis je nach Schweregrad in fünf Grade (0 bis 4) eingeteilt. Grad 0 bedeutet, dass Zahnfleisch und Zahnbett gesund sind und nicht behandelt werden müssen. Bei Grad 5 liegt eine schwere Parodontitis vor, die unbedingt behandelt werden muss.

Um eine optimale Vorsorge und Früherkennung sicherzustellen, sollte der PSI in regelmäßigen Abständen erhoben werden. Wir beraten Sie gern, welche Intervalle in Ihrem individuellen Fall sinnvoll sind.

Mikrobiologische Diagnostik

Diagnostik-Mikrobiologie

Mikrobiologische Diagnostik

In der Mundhöhle existieren über 300 verschiedene Bakterienarten, die in aller Regel harmlos sind oder deren Aufgabe es sogar ist, das Milieu in der Mundhöhle gesund zu erhalten. Einige von ihnen stehen jedoch besonders eng mit der Entstehung und dem Fortschreiten einer Parodontitis in Verbindung (sog. paropathogene Keime). Mit Hilfe eines mikrobiologischen Tests lässt sich die Menge der gefährlichen Bakterien messen und die schädlichen Keime identifizieren. Bei hohem Vorkommen bzw. ungünstigen Bakterienkombinationen sind ggf. zusätzlich zur mechanischen Reinigung der Zahnfleischtaschen antibiotische Maßnahmen notwendig.

Ein Bakterientest ist unkompliziert und für den Patienten schmerzfrei. Die Probenentnahme erfolgt mithilfe von Papierspitzen. Diese werden in die Zahnfleischtasche geschoben und verbleiben dort für ca. 10 Sekunden. Die Probe wird anschließend an ein mikrobiologisches Labor geschickt und dort detailliert ausgewertet. Durch die Analyse wird sicher ermittelt, ob und welche Erreger vorhanden sind und mit welchen Antibiotika diese bekämpft werden können. Eine mikrobiologische Diagnostik ist daher ein wichtiger Faktor zur Eingrenzung der exakten Diagnose und zur Ermittlung der individuell optimalen Therapie.

Kariesrisiko-Check

Diagnostik-Kariesrisiko-(2)

Kariesrisiko-Check

Die Gefährdung durch Karies ist von Person zu Person verschieden. Je nach Patient könnten Karies verursachende Bakterien in der Mundhöhle in größerer oder geringerer Anzahl auftreten und unterschiedlich stoffwechselaktiv sein. Mit einem Kariesrisiko-Check lässt sich das individuelle Risiko bestimmen. So können gezielt und auf den jeweiligen Befund bezogene prophylaktische Maßnahmen frühzeitig eingeleitet werden, die die Kariesbakterien reduzieren lassen bzw. im Optimalfall erst gar nicht entstehen. Gerade für Kinder ist der Test sinnvoll, da er mit hoher Wahrscheinlichkeit Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung von Zahnerkrankungen erlaubt.

Die Durchführung des mikrobiologischen Testes ist unkompliziert und schmerzfrei. Durch eine Speichelprobe wird die Kolonisationsdichte des Karies verursachenden Bakterien (v.a. Bakterien des Stammes Mutans Streptokokken) ermittelt. Schwellenwerte zeigen an, ob die Grenze zu erhöhtem Kariesrisiko bereits erreicht oder sogar schon überschritten wurde.

Wenn Sie wissen möchten, wie hoch Ihr individuelles Kariesrisiko oder das Ihres Kindes ist, sprechen Sie uns bitte an.

Dreidimensionale Funktionsanalyse

Diagnostik-Freecorder

 

Dreidimensionale Funktionsanalyse

Der Freecorder®BlueFox ist eine Innovation auf dem Gebiet der Funktionsdiagnostik und Bissregistrierung. Das computergesteuerte Registriergerät arbeitet mit 3-D-Technik und ist für den Patienten sehr komfortabel. Die spezielle opto-elektronische Messmethode arbeitet berührungslos. Mit einer Präzision von einem tausendstel Millimeter werden Unterkieferbewegungen vollständig in allen 3 Dimensionen erfasst und aufgezeichnet. Über ein mikroprozessor-gesteuertes Datenerfassungssystem gelangen die Messdaten zum Computer und werden dort mit einer äußerst leistungsfähigen Software ausgewertet. Durch eine automatische Mustererkennung, die mit modernen EKG-Geräten vergleichbar ist, erarbeitet das System Diagnose und Therapievorschläge.

Durch die extrem hohe Aufzeichnungsgenauigkeit bietet der Freecorder®BlueFox eine im Vergleich zu Standardverfahren im Bereich der Funktionsdiagnostik höhere Sicherheit bei Diagnose und Therapie von Funktionsstörungen (CMD).

Empfehlenswert ist die Vermessung nicht nur bei Patienten mit bereits vorhandener CMD-Symptomatik. Auch bei geplantem Zahnersatz oder vor einer kieferorthopädischen Behandlung sind genaue anatomische Kenntnisse des Kiefers mit seinen Bewegungsmustern sinnvoll, um späteren Kiefergelenksbeschwerden vorzubeugen. Eine vorgeschaltete Analyse und Auswertung mit dem Freecorder®BlueFox ist die Basis für die Herstellung von funktionsgerechtem und passgenauem Zahnersatz, der keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit hat.

Dreidimensionale Implantatdiagnostik

Diagnostik-Implantat

Dreidimensionale Implantatdiagnostik

Bei unkomplizierten Ausgangssituationen reicht dem erfahrenen Implantologen für die sichere Platzierung des Zahnimplantates das Anfertigen einer Panorama-Röntgenaufnahme. Es gibt jedoch Situationen, bei denen es trotz größter Erfahrung schwierig ist, den optimalen Sitz der künstlichen Zahnwurzel im Kieferknochen zu bestimmen. Eine dreidimensionale computerunterstützte Diagnostik sorgt für eine maximale Sicherheit auch bei schwierigeren Ausgangssituationen (z. B. zu wenig Kieferknochen). Dazu werden zunächst beim Radiologen mittels Computertomographie (CT) oder digitaler Volumentomographie (DVT) 3-D-Schichtröntgenaufnahmen erstellt. Der Patient trägt dabei im Mund eine spezielle Bohrschablone mit Markierungen. Anschließend werden die Daten in den Computer eingelesen und mithilfe der Software aufbereitet. So entsteht ein dreidimensionales Abbild der Zahn- und Kieferverhältnisse. Anhand des Bildes und der Markierungen können der optimale Sitz des Implantates im Hinblick auf Position, Tiefe und Winkel exakt geplant und die notwendigen Sicherheitsabstände zum sensiblen Nerv im Unterkiefer genau bestimmt werden. Auf Grundlage dieser Daten wird im Labor mithilfe von Lasertechnik eine individuelle Schablone mit Bohrhülsen hergestellt, die vor dem Eingriff im Kiefer fixiert wird. Dadurch bekommt der Bohrer eine präzise mechanische Führung, was ein sehr genaues und Gewebe schonendes Einbringen der Implantate ermöglicht.